| Die Stammeschronik der Otterndorfer Vandalen |
| 2001 |
| Ein genaues Gründungsdatum des Stammes lässt sich nicht genau bestimmen. Die Otterndorfer Vandalen gingen aus dem Vorgängerstamm der "Postgoten" hervor und nahmen unter dem heutigen Namen 2001 erstmals beim "Germanischen Fünfkampf" in Otterndorf am "Kampf der Stämme" teil. Nachdem bei diesem ersten Auftritt als "Otterndorfer Vandalen" gleich der Sieg heraussprang, wurde dies als wohlwollendes Zeichen Odins erkannt und der Stamm blieb bestehen. |
| 2002 |
| Im Folgejahr wurde der Kampf der Stämme leider aufgrund anhaltenden Schlechtwetters und damit einhergehender Unbenutzbarkeit des Thingplatzes ersatzlos abgesagt, so daß die Titelverteidigung vorerst auf Eis gelegt werden musste. Da ein wahrer Germane sich seine Festivitäten in Fellkluft aber nicht so gerne und leicht verwehren lässt, wurde 2002 kurzerhand beschlossen, wenigstens das Otterndorfer Speckenfest am Vorabend des Fünfkampfs in voller Montur zu beehren. Der Auftritt als wackere und unverwüstliche Germanen traf auf dem Speckenfest auf allgemeinen Zuspruch, was wiederum zur Folge hatte, daß es aufgrund der Spendierfreude der zahlreichen Germanenanhänger ein günstiger, aber trotzdem feuchtfröhlicher Abend wurde. Genauere Erinnerungen und Schilderungen reissen irgendwann zu späterer Stunde aus unerklärlichen Gründen ab. |
| 2003 |
| 2003 war es endlich soweit: Die Titelverteidigung konnte in Angriff genommen werden. Den gesamten Wettbewerb über konnte sich die Truppe unter der Führung von Hubert dem Heerfahrer gut behaupten, so daß es ganz zum Schluss zu einem entscheidenden Durchgang im Häuptlingstragen kam. Die Vandalen lagen klar in Führung und sahen wie die sicheren Sieger aus, als eine der beiden Tragestangen plötzlich brach, einen Sturz verursachte und dem Gegner dadurch noch den Sieg einbrachte. Fatalerweise entschied die Kampfleitung trotz vehementer Proteste, das Ergebnis trotz der widrigen Umstände zu werten, und den Vandalen blieb nur der undankbare 2. Platz in der Endabrechnung. Im Trubel dieses Fünfkampfs ging zudem die altehrwürdige Stammesaxt "Witwentrauer" verloren, die bis heute nicht wieder aufgetaucht ist. Im Vorfeld des Fünfkampfs waren die Vandalen gemeinsam mit den Otterndorfer Germanen übrigens im TV zu bewundern. Bei einer Aufzeichnung der "Aktuellen Schaubude" wurde unter den Augen von Fernsehkoryphäe Carlo von Tiedemann eine kurzer Schaulauf im Häuptlingstragen absolviert. Im Laufe dieses Tages machten die versammelten Germanen ausserdem noch Bekanntschaft mit den weiteren Stargästen Bernd Clüver, Rosanna Rocci und Karl Dall, und bereiteten dem Fernsehteam merklich Mühe, da diese sichtlich nicht mit so einem anstrengenden Haufen gerechnet hatten. Der ereignisreiche Tag endete nach einem eigentlich unnnötigen Ausflug an den Strand mit einem eher frostigen Stammesnickerchen am Elbdeich. |
| 2004 |
| Nach dem Desaster im Vorjahr stand es für den Stamm fest: Nochmal lassen wir uns den Sieg nicht nehmen! Und so wurden die Kämpfe auch wieder bis zum Schluss offengehalten, und es kam zu einem Stechen um den Titel zwischen vier nahezu gleichauf liegenden Mannschaften. Nachdem das Pech die Vandalen im Vorjahr genug gebeutelt hatte, passte diesmal alles und nach 2001 wurde der zweite Gesamtsieg eingefahren. Kurz danach entsandten die Vandalen Kilian den Sackschläger und Rhysemyff den Roten in eine gemeinsame Delegation mit den Otterndorfer Germanen, um im Schwarzwald beim "Germanefescht" der befreundeten Germane Mambach das Vandalenbanner zu vertreten. Was auch prächtig funktionierte, denn Kilian der Sackschläger holte dort den prestigeträchtigen Titel im Sackschlagen. Im vor Ort gedrehten Fernsehbeitrag des SWR gaben die nordischen Gäste ebenfalls eine gute Figur ab. Die mitgeführte Kampfkeule hingegen wurde inmitten des Trubels gänzlich vergessen und trat die Heimreise nicht mit an. Im September 2004 ging dann schliesslich diese Vandalen-Homepage online. |
| 2005 |
| Zu Jahresbeginn wurde bei winterlichen Temperaturen ein Termin zum Waffenschmieden angesetzt, bei dem Nordbert der Waffenschmied neben einer neuen Vandalenkeule und der "Saufeder" eine wunderbare Nachfolgerin der verschütt gegangenen Witwentrauer schuf. Aufgrunddessen sollte die neue mächtige Streitaxt auch den ehrwürdigen Namen weiterführen. Im Frühjahr wurde eine deftige Hörnersuppe aufgesetzt: Nachdem eine grössere Partie stattlicher Hörner in Vandalenbesitz gelangte, wurden diese in geselliger Runde unter freiem Himmel zünftig ausgekocht, um später als Trinkhörner oder Helmbesatz zu dienen. Bei durchwachsenem Wetter fand dann in diesem Jahr ein Fünfkampf statt, der zum bislang grössten Triumphzug der Otterndorfer Vandalen werden sollte. Erstmalig mussten in diesem Jahr keine Einzeldisziplinen von den Teilnehmern absolviert werden, sondern es zählten allein die Ergebnisse der fünf Disziplinen beim Kampf der Stämme für die Auswertung. Und in sieben Auftritten errangen die erneut von Hubert dem Heerfahrer angeführten Vandalen dabei sieben Siege und konnten somit ungeschlagen den Vorjahrestitel verteidigen. Die folgende lange Festnacht stellte im Schlepptau dieses Erfolgs ebenfalls alle bisherigen in den Schatten. Am nächsten Tag stand dann ein erneuter Fernsehtermin an: Der NDR machte mit "Hallo Niedersachsen" Station in Otterndorf und den von der Veranstaltung am Vortag sichtlich gezeichneten Germanen wurde dabei eine Statistenrolle zugedacht. Eine weitere Premiere feierte das offizielle Vandalenbanner, das von Rhysemyff dem Roten angefertigt wurde. |
| 2006 |
| Nach Abtritt des Altfürsten Hubert der Heerfahrer übernahm 2006 erstmals Rhysemyff der Rote das Zepter und führte den Stamm samt seinem neuen gesponserten Streitwagen Richtung Deich. Das Schlachtenglück war dem Stamm und seinem neuen Anführer aber wie schon bei der etwas missglückten Ansprache am morgendlichen Thingplatz auch beim Fünfkampf nicht hold (was Gerüchten zufolge auch am selbstgebrauten Met des Germanenpraktikanten gelegen haben könnte). Vor dem entscheidenden Durchgang im Häuptlingstragen wurde durch das Schiedsgericht angeordnet, die Königin aus Gewichtsgründen auszutauschen. Der kurzfristig organisierte ungeübte Ersatz schaffte es leider nicht, sich den ganzen Parcours über an den Stangen zu halten, so daß am Ende wieder nur Rang 2 heraussprang. Dafür liess das Kaiserwetter keine Wünsche offen und verleitete den versammelten Vandalentross sogar zu einem kollektiven Stammesbad im nahegelegenen See. Als 2006 wieder das urige Germanefescht im Mambach anstand, fand sich diesmal eine deutlich grössere Gemeinschafts-Reisegruppe bereiter und gewappneter Germanen und Vandalen (Rhysemyff der Rote, Kilian der Sackschläger, Manulu der Mächtige, Kopi der Kernige und Choco der Bär) für die lange Eisenbahntour in den südwestlichsten Zipfel Deutschlands ein. Eine Reise, die sich immer wieder lohnt, denn das dortige Fest stellt alles andere in den Schatten. Der Titel im Sackschlagen konnte nicht verteidigt werden, dafür wurde der Sieg im Seilziehen der Damen durch eine mitgereiste Otterndorfer Germanenbraut errungen. Die zwei Jahre zuvor zurückgelassene Kampfkeule fand letztendlich auch wieder zu ihren rechtmässigen Besitzern zurück, zusätzlich wurden kurzerhand noch zwei Mambacher Germanenbräute als Trophäen mit in den hohen Norden verschleppt. |
| 2007 |
| 2007 mussten die Vandalen aus verschiedensten Gründen etliche Ausfälle im Vorfeld verzeichnen, so daß nur eine dezimierte Rumpftruppe zum Fünfkampf antrat. Unter diesen Vorzeichen ist Platz 3 in der Endabrechnung durchaus als Erfolg zu werten. Ein relativ unspektakuläres Jahr, nichtsdestotrotz wurde die Nacht wie üblich durchgefeiert. |
| 2008 |
| Beim diesjährigen Fünfkampf offenbarte sich die bereits unterschwellig vorhandene Befürchtung, daß ein weiterer Fünfkampfsieg der Vandalen (in diesem Jahr mit neuem und noch schönerem Streitwagen) möglichst vermieden werden soll. Denk- und fragwürdige Entscheidungen der Schiedsmänner sorgten für einen weiteren 2. Platz in der Vandalensammlung der Vizetitel. Die Mambachtour 2008, dieses Mal komfortabel mit zwei Kleinbussen, entschädigte die teilnehmenden Vandalen (Rhysemyff der Rote, Kilian der Sackschläger, Manulu der Mächtige, Kopi der Kernige und Robert der Riesige) für diese Niederlage aber wieder. Im Titelrennen wurde dort diesmal komplett versagt, aber in den Punkten Feierlaune und Durchhaltevermögen wurden dem Süden neue Standards gesetzt. Im Zuge dieser gemeinschaftlichen Germanenreisen wurde am Jahresende auch erstmals ein geselliger Winterthing bei Germanenfürst Jens vom Elbdeich abgehalten. |
| 2009 |
| Das Jahr 2009 verlief in punkto Fünfkampf diesmal ungewohnt erfolglos: Erstmals kein Platz auf dem Treppchen für die Vandalen. Zudem wüteten am Kampftag deftiger Sturm und Regen am Aussendeich, wodurch sich das Geschehen sehr schnell ins heimelige Festzelt verlagerte, in dem sich auffallend viele Trinkhörner scheinbar in Luft auflösten. Das Vandaleninventar wurde in diesem Jahr um eine prunkvolle Sänfte erweitert, mit der Stammeskönigin Rebärka die Schwarze auf vier Paar starken Vandalenschultern zum Deich getragen wurde. Im August stand dann erstmals eine Germanentour ins thüringische Oberreißen zum dortigen Germanenfünfkampf an. Nach anfänglicher Euphorie blieb am Ende nur Kopi der Kernige als Vandalenabgeordneter für die gemischte Otterndorfer Truppe übrig. Diese Formation schlug sich aber wacker und konnte nicht nur bei den spaßigen Wettkämpfen die achtbare Vizemeisterschaft erringen, sondern auch noch eine "Trophäe" der besonderen Art erobern. Der im Vorjahr erstmalig veranstaltete Winterthing erfreute sich derart grosser Beliebtheit, dass eine Neuauflage ins Auge gefasst wurde. Nach längerer Suche nach einem geeigneten Termin wurde schliesslich der 02.01.2010 festgelegt, an welchem Choco der Bär Vandalen und Germanen auf seinem prächtigen neuen Gehöft empfangen sollte. Im Rohbau seines neuen Stammsitzes wurde bei frostigen Aussentemperaturen mit lecker Rippchen, Apfelpunsch aus dem Freiluftkessel mit tüchtig "Schuss", Feuerwerk, Schnaps und ausgiebigem Bildergucken bis in die Morgenstunden Sitzung gehalten. |
| 2010 |
| Im Jahr 2010 wurde, nach langer Planung und Motivbastelei durch Kopi den Kernigen und Rhysemyff den Roten, das neue Vandalenlogo der Öffentlichkeit präsentiert. Auf T-Shirts und Kapuzenjacken wird es seitdem stolz von den Stammesmitgliedern zur Schau getragen. Der Fünfkampf in Otterndorf endete bei gemässigten Temperaturen und steifer Brise mit einem erneuten 2. Rang für die Vandalen, mittlerweile der vierte in der Sammlung. Nach verpatztem Beginn reichte die folgende starke Aufholjagd nicht mehr für den ganz grossen Wurf. Als begehrte Fotomotive konnten die wackeren Krieger und Amazonen später dann wenigstens für längere Zeit als Ausstellung im Schaufenster des inoffiziellen Fünfkampffotografen bewundert werden. Im Zuge der Vorbereitungen tauchte übrigens auch die lang vermisste und eigentlich bereits abgeschriebene Trophäenkeule aus dem Jahr 2006 wieder auf, welche unbeschadet und unbemerkt die Jahre auf einem Dachboden verbracht hatte. Auf der Sommertour nach Mambach (diesmal dabei: Rhysemyff der Rote, Manulu der Mächtige, Kopi der Kernige, Choco der Bär, Jan der Weitreisende, Matze der Unermüdliche, Urte vom Gallberg und Birgit die Unbeugsame) wurde der Sieg im Urschreiwettbewerb durch Matze den Unermüdlichen eingefahren, dazu ein 2. Rang im Knochenstemmen der Damen durch Birgit die Unbeugsame. Das Wetter hätte dazu kaum besser sein können, so daß die Reise sich wieder sehr gelohnt hat. Speziell für Choco den Bären, der eine ganz besondere "Trophäe" erbeutete und damit einen im Vorjahr begonnenen Brauch fortführte. Im September erfolgte dann noch der dritte Fernsehauftritt der Vandalengeschichte. Der Einsatz im Rahmen der NDR-"Hallo Niedersachsen"-Jubiläumstour fiel allerdings buchstäblich ins Wasser und wurde aufgrund des miesen Wetters stark zusammengestrichen. Eine weitere Anfrage für die NDR-Quizshow scheiterte an der ungünstigen und zu kurzfristigen Terminplanung. Der mittlerweile schon traditionelle Winterthing in geselliger Runde wurde diesmal am 08.01.2011 bei den Germanen Waldi und Volker mit Apfelpunsch und Hochzeitssuppe begangen. Seit 2010 sind die Vandalen auch in den gängigen sozialen Netzwerken wie Facebook und MeinVZ vertreten. |
| 2011 |
| 2011 markierte endlich nach langer Durststrecke wieder einen Sieg im Fünfkampf für die Vandalen, mit einer sauberen Kampfbilanz von 7:0. Der Grund für diesen Triumph lag möglicherweise in unserem neuen 13. Krieger (der kein Nordmann sein darf), der auf Vandalenseite das Glück zurückbrachte. Das Wetter liess Dank Sturm und Kälte wieder mal arg zu wünschen übrig, was der starken Stimmung aber keinen Abbruch tat: Zu Sambatrommeln wurde mit Limbo und Polonäse gegenangefeiert. Erstmals wurde auch die Gestaltung des Freitagabends durch die Vandalen übernommen. Mit einem grossen Kessel voll Zaubertrank von Schönix dem Druiden, Mäuseroulette, Sprottenwettessen und Lebertranwetttrinken wurde die angereiste Meute bespasst. Ausflüge in die Ferne gab es auch wieder: Die Mambacher Germanen hatten ausser der Reihe zum Jubiläumsfescht im kleinen Kreis geladen, was durch Kilian den Sackschläger, Kopi den Kernigen und Birgit die Unbeugsame wahrgenommen wurde. Desweiteren ging es auch wieder nach Oberreißen, wo Rhysemyff der Rote, Kopi der Kernige und Birgit die Unbeugsame sich gemeinsam mit einigen Chauken-Schurken unter dem Banner der "Fiesen Friesen" auch der Herausforderung durch überraschend eingefallene chinesische Stämme stellen mussten und im Endergebnis mit Platz 4 aus dem Wettbewerb gingen. Die fast schon gewohnte NDR-Anfrage für einen Quizshow-Auftritt zerschlug sich fast ebenso gewohnt wieder. Am 21.01.2012 fand schließlich bei Boller dem Durstigen der berüchtigte gemeinsame Winterthing als Jahresabschluss statt. Bei Leberkäse und stimmungsfördernden Getränken wurde mitsamt Überraschungsbesuch aus Mambach bis spät in die Nacht gefeiert. |